Wenn Corona will, steht (in Bayern) fast alles still, Update 272 vom 12.12.2020

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Das Kind in der Grippe liegend

Heute ist der Samstag vor dem dritten Advent. In meinem Terminkalender steht: 10.00 Uhr, Präparandengruppe. Aber die bayrische Regierung hat verfügt, dass sich solche Präsenzgruppen nicht mehr treffen dürfen. Deshalb fällt dieses Treffen aus. Wer meine Updates genau liest und dabei die Überschrift nicht übersieht, der hat gemerkt, dass seit dem 09.12.2020 steht: „Wenn Corona will, steht (in Bayern) fast alles still“.

Und damit nähere ich mich der Überschrift von ganz am Anfang. Heute gehen aber meine Gedanken an den geplanten Inhalt bei der Präparandengruppe. In diesem Jahr haben wir zwei besonders gute Gruppen bei den Konfirmanden und Präparanden. Die meisten Jugendlichen sind sehr aufmerksam und ich wünsche mir, dass alle recht viel für ihr Leben mitbekommen. Vor allem auch: Sie sollen etwas spüren davon, warum Jesus als der Sohn Gottes in die Welt gekommen ist.

Am heutigen Samstag hätten wir über die biblischen Geschichten zur Geburt von Jesus geredet. Mit den Konfirmanden ist uns das noch gelungen. Dabei werden dann u.a. die ersten beiden Kapitel bei Matthäus gelesen und das zweite Kapitel bei Lukas. Vorher wird überlegt, was zum Weihnachtsfest unbedingt dazu gehören sollte. Fast jedes Jahr wird dabei die „Krippe“ erwähnt. Ein/e Jugendliche/r schreibt die einzelnen Antworten auf und immer wieder habe ich dann „Grippe“ gelesen. In diesem Jahr haben wir vor dem Niederschreiben darüber geredet, dass an Weihnachten 2020 „Krippe“ und „Grippe“ keinen Gegensatz darstellen. Denn vom „Grippenvirus“ ist diesmal auch die „Krippe“ von Weihnachten geprägt. Umso erstaunlicher war die Diskussion darüber, was „wirklich“ zu Weihnachten gehört und was Beiwerk ist, aber dennoch uns in der Advents- und Weihnachtszeit prägt. Es ist erstaunlich, wie ernst und focusiert junge Menschen darüber sprechen können. Ich habe mich darüber gefreut, dass die „Protokollantin“ dann tatsächlich ganz bewusst „Grippe“ auf den Zettel geschrieben hat.

Denn das gehört in diesem Jahr wirklich dazu, auch wenn ich darauf sonst verzichten kann und Weihnachten auch ohne Corona hoffentlich im kommenden Jahr gefeiert werden kann. „Und sie (Hirten) kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen“ (Lukas 2, 16).

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