Hervorgehobener Beitrag

Dank für langjährige Treue

Kurz vor dem Lockdown – Light wurden verschiedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchengemeinde Oberkrumbach für langjährige Dienste geehrte. Seit 20 Jahren sind Betti Wartlik, Margot Rösel und Christine Mayer als Mesnerinnen im Einsatz. Um die Jahrtausendwende hat dieses Experimehnt angefangen, dass drei Frauen sich abwechselnd um die Kirche und um das Konrad-Rösel-haus kümmern. Dabei fällt auf, dass sehr oft die Gestaltung des Taufsteines das Kirchenjahr wiedergibt.

Betti Wartlik hat mit diesem Jubiläum dieses Amt beendet. Der zweite Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Gerhard Rießner lobte den Einsatz aller in diesem Amt. Pfr. Gerhard Metzger verwies noch auf Frau Luise Binker, die am Anfang vor allem bei Beerdigungen mithalf.

Vor 20 Jahren beschloss der Kirchenvorstand, dass auch Konfirmanden und Konfirmandinnen den Dienst als Klingelbneutelträger/-innen tun durfen. Das wurde sehr gerne angenommen. Gleichzeitig wurde Bernd Rösel angefragt, ob er mithelfen würde. Er hat damals sofort zugesagt und übt dieses Ehrenamt gewissenhaft und treu aus. Auch er erhielt aus den Händen von Pfr. Metzger eine Urkunde und ein Kreuz aus El Salvador.

Der Festgottesdienst am Reformationsfest wurde vom Singteam umrahmt, das sei genau 10 Jahren vor allem neue Lobpreislieder bei Gottesdiensten zu Gehör bringt. Gerhard Rießner betonte in seiner Würdigung, dass die Gruppe eine Motor für viele neue Lieder in der kleinen Kirchengemeinde wurde. 2010 beendet der Frauenchor seine sehr gute und anerkannte Arbeit und das Singteam bildete sich. Auch hier gab es dankbare Worte des zweiten Vorsitzenden. Als Gast konnte an diesem Sonntag Bürgermeister Klaus Albrecht begrüßt werden. Er sprach seinen Dank aus und freute sich über das Engagement in diesem kleinen Dorf. Er hoffe, dass auch in Zukunft sich immer wieder Menschen finden würden, die sich für andere einsetzen. In der predigt ging Pfr. Gerhard Metzger auf ein Wort des Apostels Paulus aus dem zweiten Korintherbrief ein: „Ihr seid ein Brief Christi“. Paulus betont dabei, dass Christen als Brief Christi nicht auf steinernen Tafeln geschrieben sind, sondern auf fleischernen Tafeln des Herzens. Es kommt somit alles auf die Beziehung des Herzens zu Christus an. Dass diese Beziehung fest bleibt, wünschte der Seelsorger allen, die Jesus als ihren Christus erkannt haben.

Wenn Corona will, steht (wieder überall) fast alles still, Update 346 vom 24.02.2021

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Auch ein Stammbaum kann viel verraten

Haben Sie schon einmal eine Predigt über den Stammbaum von Jesus ganz am Anfang des Matthäusevangeliums oder im dritten Kapitel des Lukasevangeliums gehört? Vielleicht denken Sie: Warum sollte ich das? Da wird ein Name nach dem anderen genannt. Das wird mir zu langweilig. Ich kann solche Gedanken sehr gut nachvollziehen. Aber wer z.B. im ersten Kapitel des Matthäusevangeliums die ersten 17 Verse genau liest, wird aus dem Staunen nicht herauskommen!! Er wird sich wundern, welche Namen in diesem Stammbaum stehen. Vor allem auch, welche Geschichten hinter ihnen stehen! Bei der Frage, wie Gott seine Geschichte mit Menschen auf dieser Erde hat, können sehr leicht „moralische“ Beurteilungen kommen. Wer so denkt, wird sich über den Stammbaum von Jesus regelrecht entrüsten. Er könnte aber auch staunen, mit welchen Menschen Gott konsequent seine Geschichte so schreibt, dass wir in Jesus den Erlöser erkennen können. Wie gesagt: Das ist Stoff für eine ganze Predigt.

Nur ein paar Stichpunkte: „Juda zeugte Perez“. Dieser Satz weist hin auf die Geschichte aus 1. Mose 38. Perez ist unrechtmäßig gezeugt worden von Juda mit seiner Schwiegertochter Tamar. „Salmon zeugte Boas mit der Rahab“. Das spielt darauf an, dass es der Hure Rahab zu verdanken ist, dass Josua in das verheißene Land Kanaan kam. Denn Rahab hat die israelitischen „Spione“ vor den Fängen der Polizei von Jericho gerettet (Josua 2). „David zeugte Salomo mit der Frau des Uria“. Das ist eine sehr bekannte Geschichte von König David. Er ließ den Uria an die vorderste Front schicken, damit er im Krieg fällt. So konnte der König dessen Frau heiraten, in die er sich verliebt hatte und mit der er in einem One-Night-Stand ein Kind gezeugt hat. Aber Gott blieb das nicht verborgen und der Prophet Nathanael hat ihm die Augen geöffnet.

Am Schluss heißt es: „Jakob zeugte Josef, den Mann der Maria, von der geboren ist Jesus, der da heißt Christus“. Direkt nach dieser Stelle folgt die Geschichte der Schwangerschaft und der Geburt von Jesus. Auch diese war „anrüchig“. Denn Josef war mit Maria nicht verheiratet. In der damaligen Zeit ging das gar nicht, dass die Verlobte schwanger wurde. Und für Josef stand fest: Von mir kann das Kind nicht sein. Also war sein Gedanke: Wer ist der Vater dieses Kindes? Die Auflösung führt direkt zur Weihnachtsgeschichte und beschäftigt bis heute nicht nur Theologen, sondern auch Menschen, die mit einem klaren Verstand diese Geschichte lesen. Es zeigt: An Gott zu glauben und sein Wirken mitten in dieser Welt zu erkennen, das erfordert mehr als nur mit dem Verstand diese Welt zu begreifen. Dazu benötige ich Erfahrungen mit Gott und Beziehung zu Jesus, der für mich der Erlöser ist so wie das in V. 21 im ersten Kapitel des Matthäusevangeliums ausgedrückt ist: „…dem sollst du den Namen Jesu geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden“.

Und erst recht nicht darf ich mit scheinbar „doppelmoralischen“ Kriterien die Geschichte Gottes beurteilen. Denn Gott sucht sich selbst aus, mit wem und mit welchen Mitteln er sein Reich hier auf Erden baut. Und das hat keiner so klar und deutlich ausgedrückt wie der Evangelist Matthäus in seinem Stammbaum von Jesus. Und heute, am 24.02. feiern wir den Gedenktag des Matthäus.

Wenn Corona will, steht (wieder überall) fast alles still, Update 345 vom 23.02.2021

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Leise rieselt der Schnee – auf dem Tempelberg

Herr Pfarrer, was sollen wir da anziehen? Wie warm oder kalt ist es da um diese Zeit?“ Das war eine der Hauptfragen Ende 1991 beim Vorbereitungstreffen für die geplante Israelreise in Verantwortung der Kirchengemeinde Alerheim im Dekanat Donauwörth, bei der ich zu dieser Zeit Pfarrer war. Etwas naiv antwortete ich: „Da ist es zu dieser Zeit schon warm. Ich war 1978 Anfang März dort und wir hatten tagsüber schon Temperaturen über 30 Grad“. Ich muss hinzufügen, dass es abends damals dennoch ziemlich kalt war mit Temperaturen von ungefähr 5 Grad. Wir übernachteten in der Jugendherberge. Dort gab es keine Heizung. Aber wir Studenten hatten Decken und die wärmten uns genügend.

Bei den Mitfahrer/-innen im Ries 1992 handelte es sich fast nur um erwachsene Personen und wir sollten in erstklassigen Hotels untergebracht werden. Was sollte also bei meiner Bemerkung falsch sein?!! Ich selbst hatte nur einen Pullover dabei und eine dünne Jacke, sonst nur T-Shirts und Hemden. Kurz vor dem Start Ende Februar meldete der Wetterbericht für Israel Winterwetter an. Es könnte sogar ein wenig schneien. Auch das hat mich nicht beunruhigt. Ein wenig Schnee auf den Golan-Höhen und vielleicht noch ein wenig im gebirgigen Teil von Israel. Kein Problem. Wir bleiben unten am See Genezareth und fahren dann nach Jerusalem. Gut, Jerusalem liegt ungefähr 800 m über den Meeresspiegel. Aber ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch kein einziges Bild von Jerusalem mit Schnee gesehen.

Ich flog also völlig entspannt mit fast 50 weiteren Personen von München nach Tel Aviv. Wir steigen aus und es ist relativ kühl. Immer noch war ich voller Optimismus. Wir fahren in unser Hotel am See Genezareth. Abends hören wir die Nachrichten und sehen Bilder von den Golan-Höhen, von der libanesischen Grenze und von Jerusalem. Wir sehen Schnee über Schnee!! Wir lachen noch ein wenig darüber. „Ach, der ist morgen weg“ – habe ich noch gesagt um die Mitfahrer/-innen zu beruhigen. Es hat alles nichts geholfen. Das Wetter hat sich nicht nach meinen Wünschen gerichtet. Wir fahren an die libanesische Grenze. Israel hatte eine Sperrzone eingerichtet um Angriffe aus Libanon abzufangen. Wir stehen am Zaun und es hat einen Meter Schnee. Einige Frauen hatten Röcke an und Stöckelschuhe getragen. Sie haben gefroren. „Herr Pfarrer, warum haben sie uns nichts gesagt, dass so viel Schnee hier liegen kann?“ „Weil ich das selbst nicht wusste“ – war meine Antwort. In diesem Frühjahr 1992 hatte es nach 80 Jahren zum ersten Mal wieder richtig in Palästina geschneit. Da kam ich – Gott sei Dank – auf eine gute Idee und meinte: „In Israel auf Pilgertour zu sein bei Sonne und Trockenheit. Das kann jeder. Aber eine Pilgertour in Israel bei Schnee – das erleben nur ganz wenige Leute. Sie können ihr Leben lang davon erzählen, dass ausgerechnet sie in dem Jahr in Israel waren, wo es dort geschneit hat“. Tatsächlich: Die Mitfahrer/-innen waren zufrieden und hocherfreut über diese Sichtweise. Irgendwie musste ich ja eine Erklärung finden!!

Später bei verschiedenen Vorträgen wurde dieser Satz von mir sehr oft betont. Ich war dennoch in diesen Tagen in Israel angespannt, ob meine Aussage die Stimmung hoch halten würde. Sie konnte es. Warum ich das heute erzähle? Am 19.02.2021 kam die Information in den Nachrichten: „Es schneit in Jerusalem“. Auf dem Tempelberg gibt es freudige Schneeballschlachten.  Das ist mir doch viel lieber als dass mit Gewehren aufeinander geschossen wird. Und das muss ich beim Betrachten des Bildes schon mal feststellen: Der Schnee im Februar 1992 auf dem Tempelberg war sehr viel mehr als in diesem Jahr 2021. So ist unsere Fahrt auf den Tag genau vor 29 Jahren schon einmalig geblieben.

Wenn Corona will, steht (wieder überall) fast alles still, Update 344 vom 22.02.2021

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Die Weiße Rose

Es ist eines der ergreifenden Geschichte unter vielen ähnlichen des Widerstandes gegen die Nazidiktatur. Die Geschichte der sog. „Weißen Rose“ mit ihren bekanntesten Mitgliedern Hans und Sophie Scholl. Diese Gruppe war in ihrem Kern von Studenten dominiert und begann ab Juni 1942 damit, aktiv im Untergrund gegen Hitler und seiner verachtenden Kriegspolitik zu agieren. Zwischen Ende Februar und April 1943 wurden sie enttarnt und alle prägenden Führungsgestalten wurden hingerichtet. Der berüchtigte Vorsitzende des sog. Volksgerichtshofes, Roland Freisler hat selbst die Todesurteile gesprochen.

Die Gruppe verfasste, druckte und verteilte Handzettel gegen das Regime auf ganz verschiedenen Wegen. Vor allem in München und in Süddeutschland wurden sie unter das Volk gebracht. Nach der Schlacht von Stalingrad bemalten Mitglieder in nächtlichen Aktionen öffentliche Fassaden in München mit Parolen gegen Hitler und die NS-Herrschaft. Die Gruppe gilt bis heute als das Beispiel für den studentisch-bürgerlichen Widerstand gegen das NS-Regime. Das Geschwisterpaar Scholl sind die bekanntesten Symbolgestalten. Heute vor genau 78 Jahren, am 22.02.1943 sind sie im Gefängnis in München-Stadelheim mit der Guillotine enthauptet worden.

Im Vergleich zur gegenwärtigen Coronakrise stelle ich fest: Damals war es ein Widerstand gegen ein diktatorisches Regime. Heute leben wir in einer Demokratie und die Maßnahmen gegen die Pandemie mit allen schlimmen Einschränkungen und Folgen für die Bevölkerung sind nicht zu vergleichen mit der Willkürgewalt von Diktatoren. Menschen können durchaus anderer Meinung sein bei den gegenwärtig einzelnen Verordnungen. Aber heute entscheidet eine demokratisch gewählte Regierung. Und vermutlich ist es für die Mitglieder auch nicht immer leicht, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Wenn Corona will, steht (wieder überall) fast alles still, Update 343 vom 21.02.2021

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Der Draht nach oben

Es ist der 13. Februar 2021. Ich schlage die Hersbrucker Zeitung auf (Regionalausgabe der Nürnberger Nachrichten) und erschrecke auf der Seite 21. Relativ groß ist die Traueranzeige von Dr. Joachim Robert Kalden zu lesen. In der Anzeige werden seine ganzen Verdienste und seine Ehrungen erwähnt. Mich erinnert diese Anzeige an eine meiner großen Krisen in meinem Leben.

Es fing im Herbst 1982 relativ normal an. Ich hatte Fieber, das nach einigen Tagen wegging. Nach kurzer Zeit kam das Fieber zurück und ich musste ins Bett. Das war ich gar nicht gewohnt. Ich bekam Fieber senkendes Mittel. Innerhalb von zwei Stunden ging die Körpertemperatur von 40 Grad auf 36,5 zurück. Nach einer weiteren Stunde ging sie wieder auf 40 Grad hoch. Im Laufe der folgenden Wochen ging es mehrmals so. Im Juli 1983 hat mich ein Arzt darauf aufmerksam gemacht, doch mal in die Immunologie nach Erlangen zu gehen um mich gründlich untersuchen zu lassen.

Gesagt – getan. Dieses Institut liegt direkt zwischen Marktplatz und Schlossgarten. Ich war insgesamt vier Wochen dort und durchlief fast alle Untersuchungen. Unter anderem wurde auch Knochenmark aus meinem Körper genommen und der Magen wurde mittels Schlauch untersucht. Prof. Dr. Kalden war der leitende Chefarzt. Jeden Tag kam er zur Visite und sprachen u.a. mit mir auch über Glauben und Sport. Denn gerade zu dieser Zeit fand die erste Leichtathletikweltmeisterschaft in Helsinki statt. Ich gab eine tägliche Prognose für den kommenden Tag ab und er gab mir dann am nächsten Tag das Ergebnis bekannt. Ich erinnere mich noch genau, dass ich zu ihm sagte: „Die 3000 m Hürden gewinnt der Patriz Ilg“. Am nächsten Tag begrüßte er mich mit den Worten: „Herr Metzger, sie haben Recht gehabt. Patriz Ilg hat gewonnen“. Ich glaube, diese richtige vorhersage hat mein Ansehen bei ihm gesteigert. Vielleicht gehörte er ja auch zu den Menschen, die meinen, ein Pfarrer liest nur in der Bibel und hat sonst nicht sehr viel Ahnung!!

Trotz der vielen Untersuchungen setzte er sich nach vier Wochen an mein Bett und meinte: „Jetzt haben wir alles untersucht. Ich weiß auch nicht, was Sie haben. Aber Sie haben doch einen besseren Draht nach oben als ich“. Dabei zeigte er mit dem Finger zur Zimmerdecke. Ich stand da mit meiner Krankheit und war schon etwas traurig und unsicher. In meiner Verzweiflung sagte ich noch: „Ich spüre einen Schmerz im Rachen. Könnte das eine Spur sein?“ „Dann schicken wir Sie doch noch einmal zum HNO-Professor“. Das war dann letztlich die richtige Spur. Meine Mandeln waren total voller Eiter. „Jetzt haben so viele Ärzte, Studenten und auch Professor Kalden vermutlich über 30-mal in meinen Mund und in den Rachen geschaut und keiner hat die vereitere Mandeln gesehen! Ich kann es kaum glauben“. Das war mein Kommentar in der HNO. Ich erhielt zur Antwort, dass die Mandeln wirklich sehr versteckt waren und wenn ich diese nicht sofort herausoperieren lasse, dann werde ich in einem halben Jahr nicht mehr leben.

Dieser Satz hat mich wirklich getroffen und ich war froh, dass endlich eine Diagnose gestellt wurde. Und vielleicht war dieser Hinweis zum HNO-Professor zu gehen ja tatsächlich ein Hinweis von Gott. Weil Professor Kalden mit den beiden Vornamen Joachim Robert genannt wurde, hieß er bei allen nur J.R. Es war eine Anspielung auf die Fernsehserie „Dallas“. Aber solch ein Fiesling wie J.R. Ewing (gespielt von Larry Hagmann) war Professor Kalden keineswegs. Ganz im Gegenteil: Er war auch als Professor ein Mensch wie du und ich. Und im Nachhinein hat es mich sehr imponiert, dass er ehrlich zugegeben hat, dass selbst er nicht mehr weiter weiß. Immerhin ist er 83 Jahre alt geworden. Aber die Erinnerung an meine eigene Krisensituation von damals lebt neu auf durch diese Traueranzeige.

Wenn Corona will, steht (wieder überall) fast alles still, Update 342 vom 20.02.2021

Trauer um Luther

Heute ist der 20.02.2021. Heute vor genau 475 Jahren, am 20.02.wird der Trauergottesdienst für Martin Luther in der Kirche in Eisleben unter Leitung von Michael Cölius gefeiert. Danach setzt sich ein gewaltiger Zug um die Mittagszeit in Bewegung. Der Zug scheint endlos. In allen Dörfern, die der Zug berührt, läuten die Glocken und das Volk bildet Spalier zum Zeichen der Trauer. Gegen fünf Uhr des Nachmittages ist die Spitze des Zuges in Halle eingetroffen. Das Gedränge in der Stadt ist groß. Um sieben Uhr erreicht er die Kirche „Unserer lieben Frauen“. Das Gotteshaus ist voll. Sie singen den Psalm „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ mit „kläglichen, gebrochenen Stimmen mehr herausgeweint denn gesungen“. Die Leiche wird in die Sakristei gebracht und von etlichen Bürgern bewacht. Danach zieht der Tross am Morgen weiter und kommt am Montag in Wittenberg an. Das Trauergeleit wird von 65 Reitern angeführt. Hinter dem Leichenwagen sitzt seine Frau Katharina auf einem Wagen.

In der Schlosskirche wird der Sarg so hingestellt, dass er der Kanzel zugewandt ist. Bugenhagen predigt über 1. Thessalonicher 4, 14: „Denn so wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird Gott auch, die da entschlafen sind, durch Jesum mit ihm führen“. Danach predigt Luthers Freund Melanchthon und der Sarg wird in das Grab direkt vor dem Altar hinabgelassen. Es hätte nicht viel gefehlt und das Grab wäre in Zeiten des Schmalkaldischen Krieges kurz darauf geschändet worden. Das war aber nicht der Fall und später wurde Melanchthon neben ihm begraben. Besucher der Schlosskirche zu Wittenberg können heute die beiden Gräber besichtigen und sich dieser beiden besonderen Männer erinnern.

Ich ende mit Worten der Frau von Martin Luther, Katharina Luther. Sie schreibt in einem Brief an ihre Schwägerin: „Wer wollte nicht billig betrübt und bekümmert sein um einen solchen teuren Mann, als mein lieber Herr gewesen ist, der nicht allein einer Stadt oder einem einzigen Land, sondern der ganzen Welt gedient hat. Derhalben ich wahrlich so sehr betrübt bin, daß ich mein großes Herzeleid keinem Menschen sagen kann, und weiß nicht, wie mir zu Sinn und Mut ist. Ich kann weder essen noch trinken, auch nicht schlafen. Und hätt ich ein Fürstentum und Kaisertum gehabt, sollt mir so leid nicht sein, hätt ich´s verloren, wie daß unser lieber Herrgott mir, und nicht allein mir, sondern der ganzen Welt, diesen lieben und teuren Mann genommen hat. Wenn ich daran denk, so kann ich vor Leid und Weinen – wie Gott wohl weiß – weder reden noch schreiben“.

Wenn Corona will, steht (wieder überall) fast alles still, Update 341 vom 19.02.2021

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Ein feste Burg und die gerissene Kupplung

Gestern hat sich der Todestag von Martin Luther gejährt. Vor genau 485 Jahren ist er in Eisleben gestorben. Sein Lied: „Ein feste Burg ist unser Gott“ wurde zum Bekenntnislied der Evangelischen. Es wird fast immer am Reformationsfest gesungen. Das Lied ist eine Vertonung von Psalm 46. Ich habe dazu eine ganz besondere persönliche Geschichte.

Im Sommersemester 1979 an der Augustana- Hochschule in Neuendettelsau wird das homiletische Seminar angeboten. Ich bin zwar erst im vierten Semester, hatte aber sehr viel Lust, schon so bald dieses Seminar zur Predigtlehre zu absolvieren. Die Mitstudenten/-innen waren bis zu drei Jahren älter als ich. Mich hat besonders interessiert, wie der neue Professor für Praktische Theologie, Richard Rieß, dieses Seminar leitet. Außerdem hatte ich als Student schon einige Predigterfahrung, weil die Pfarrer im Dekanat Rothenburg o/T mich mehrmals als Vertretung angefragt hatten.

Es war das erste Seminar dieser Art von Prof. Rieß an der kirchlichen Hochschule. Beim ersten Treffen fragte er gleich danach, wer als Erster sich eine Predigt mit einem Gottesdienst zutraut. Es war üblich, dass diese Seminarpredigten in ganz normalen Gottesdiensten an einem unbekannten Ort an einem Sonntag früh gehalten werden sollten. Niemand meldete sich. Da habe ich meine Hand gehoben und mich dafür bereit erklärt. Mir wurde die Predigt zu Psalm 46 zugeteilt. Ich sollte sie im Dorf Wernsbach b. Ansbach halten. Um einen Eindruck von der Kirche zu erhalten, bin ich am Tag vor dem Gottesdienst dorthin gefahren und habe mir die Kirche angeschaut. Bei der Rückfahrt auf halbem Weg riss am Auto die Kupplung und ich stand auf der Straße. Es gab noch keine Handys. Ich bin ins nächste Dorf gelaufen, habe bei einer Familie geklingelt und meinen Freund Herrman angerufen. Er kam mit seinem Auto und mit einem Abschleppseil. Er hat mich nach Neuendettelsau in die Werkstatt geschleppt.

Es war schon spät am Abend, als ich Prof. Rieß angerufen habe um ihm den Vorfall zu schildern. Er war ganz bestürzt und fragte mich, ob ich trotz dieser Aufregung den Gottesdienst halten kann. „Ja, kann ich. Kein Problem. Ich wollte sie nur informieren“. Aber er war nicht so leicht zu beruhigen. Immer wieder sagte er mir, dass er hoffe, dass dieses Erlebnis nicht zu sehr meine morgige Gefühlslage bestimmen wird. Ich wiegelte ab und der Gottesdienst ging zu meiner vollsten Zufriedenheit von statten. Auch das Predigtnachgespräch mit den anderen vom Seminar in einer Gastwirtschaft lief sehr gut.

Ich denke mir bis heute: Vermutlich war der Professor nervöser als ich. Schließlich war es auch für ihn die erste Predigtbesprechung anlässlich solch eines Seminares in Neuendettelsau. Und ganz ehrlich: Diese ganze Coronapandemie macht mir mehr Kummer als das gerissene Kupplungsseil am Abend vor meiner Seminarpredigt.

Meine Schwägerin Silvia Dörr spielt das bekannte Reformationslied auf dem Klavier.

Wenn Corona will, steht (wieder überall) fast alles still, Update 340 vom 18.02.2021

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Wir sind Bettler, das ist wahr

Heute ist der 18.02.2021. Heute vor genau 475 Jahren, am 18.02.1546 ist Martin Luther in seiner Geburtsstadt Eisleben. Er hat eine Mediation nach einem Streit der beiden Mansfelder Grafen gut zu Ende führen können. Noch drei Tag vorher (siehe mein gestriges Update Nr. 339) hat er in einem Brief an seine Frau seine Freude über die baldige Heimkehr zum Ausdruck gebracht. Aber es sollte anders kommen. Wir kennen die Situation bis in kleinste, weil diese von Justus Jonas und Michael Cölius genau festgehalten worden sind.

Am Tag vorher, den 17.02.1546 sollen die Verhandlungsergebnisse protokolliert werden. Luther scherzt mit den Worten: „Ich will heimziehen und mich in den Sarg legen und den Würmern den Leib zu verzehren geben!“. Diese sarkastischen Worte sollten bald Wirklichkeit werden. Abends gegen 8 Uhr geht er in sein Stüblein um zu beten und sich Schlafen zu legen. Seine beiden Söhne Martinus (14 Jahre alt) und Paulus (13 Jahre alt) folgen ihm. Plötzlich ruft Martin: „Mir ist so bange wie zuvor um die Brust!“ Seine beiden Freunde Justus Jonas und Michael Cölius geben ihm „Einhorn“ und reiben ihn mit warmen Tüchern ab. Martin fühlt Besserung. Um 9 Uhr schläft er etwa 90 Minuten. Er wacht auf und die Freunde sitzen immer noch am Bett. Er schläft bis die Uhr eins schlägt. Dann wacht er wieder auf und es friert ihn, obwohl die ganze Nacht das Feuer gebrannt hat. Luther sagt zu Jonas: „Ach, lieber Doktor Jonas, ich achte, ich werde hier zu Eisleben, wo ich geboren und getauft bin, bleiben“. Er legt sich in das Bett und klagt, dass ihn die Brust sehr hart drückt. Die Anwesenden fühlen, dass der Atem des Todes durch das Haus weht. Die zwei Ärzte von Eisleben werden geholt, Simon Wild und Dr. Ludwig. Kräuter werden gebracht um ihn zu stärken. Luther aber antwortet: „Lieber Gott, mir ist weh und Angst, ich fahre dahin, ich werde nun wohl zu Eisleben bleiben. Es ist ein kalter Todesschweiß, ich werde meinen Geist aufgeben, denn die Krankheit mehret sich“. Er betet lange und endet mit den Worten: „Vater, in Deine Hände befehle ich meinen Geist. Du hast mich erlöst, Gott der Wahrheit“. Die Chronisten schreiben: „Er tat einen tiefen, sanften Atem holen, mit dem er seinen Geist aufgab“.

Als es Tag geworden ist und die Spannung ein wenig nachgelassen hat findet man auf seinem Tisch einen Zettel von seiner Hand, wo er in einigen eilig hingeworfenen lateinischen Notizen die Unfähigkeit beklagt, in der Zeit eines menschlichen Lebens die Heilige Schrift zu begreifen, geschweige denn auszuschöpfen. Und dem fügt er in deutscher Sprache das Bekenntnis hinzu: „Wir sind Bettler, das ist wahr“. Und so gelten diese Worte als die letzten von Martin Luther.

Am 18.02.1996 waren es genau 450 Jahre her, dass Martin Luther gestorben ist. Überall wurden Gedenkgottesdienste gefeiert, weil es noch dazu ein Sonntag war. Ich habe den Gottesdienst damals ausschließlich mit Liedern von Martin Luther gefeiert. Ein besonderes Erlebnis für mich und den anderen Gottesdienstbesuchern.

Wenn Corona will, steht (wieder überall) fast alles still, Update 339 vom 17.02.2021

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Auf ein Nimmer-Wiedersehen

Heute ist der 17.02.2021. Heute vor genau 475 Jahren, am 17.02.1546 weilt Martin Luther in seiner Geburtsstad Eisleben. Es haben ihn aber keine nostalgischen Gefühle hingetrieben. Im Gegenteil: Er hatte ganz schwierige Wochen hinter sich. Die beiden Mansfelder Grafen, die Herren seines Geburtsortes, sind zerstritten. Nachdem alle Versuche einer Einigung fehlgeschlagen sind, wird Martin Luther wie so oft in seinem Leben als Schiedsrichter angerufen. Heute würde man sagen: Er soll als Mediator fungieren.

Am 23.01.1546 nimmt er Abschied von seiner Frau, von seiner Familie und von seinen Freunden. Er reist von Wittenberg in seinen Geburtsort. Seine Lieben sollten ihn nicht mehr wiedersehen. Am 6. Februar beklagt er sich in einem Brief an Melanchthon über die festgefahrenen Verhandlungen: „Hier sitzen wir und liegen herum, müßig und geschäftig, lieber Philippus: müßig, indem wir nicht fertigbringen, geschäftig, indem wir Unendliches erdulden, da uns die Nichtswürdigkeit Satans übt“. Am 7. Februar schreibt er in einem Brief an seine Frau: „Meiner lieben Hausfrau Katharina Lutherin, Doktorin, Saumärkterin zu Wittenberg, meiner gnädigen Frau zu Händen und Füßen…Ich hatte heute im Sinn, den Wagen zu schmieren in meinem Zorn. Du kannst Dich damit trösten, dass ich Dich gerne lieben hätte, wenn ich könnte, Du weißt ja…“.

Am 10. Februar erzählt er „Der heiligen sorgfältigen Frau, Frau Katharina Lutherin, Doktorin, Zülsdorferin zu Wittenberg“ eine Geschichte, bei der er hätte leicht zu Tod kommen können. In seinem Gemach rieselt seit zwei Tagen über seinen Kopf Kalk und Lehm herab, bis sie Handwerker beauftragen, nach dem Rechten zu sehen. „Die rührten den Stein an mit zwei Fingern, da fiel er herab, so große wie eine langes Kissen und eine große Hand breit. Wir wollten nun gerne sofort los sein und heimfahren, wenn es Gott wollte! Amen. Eure Heiligkeit williger Diener M.L.“.

Aber Luther hält aus. Er bleibt in Eisleben und versucht vermutlich „über seine Kräfte hinaus“ zu schlichten. Endlich ist es am 14. Februar so weit. Der Streit ist geschlichtet. Er tut dies mit folgenden Worten kund: „Am Tag der Scholastica 1546. Meiner freundlichen lieben Hausfrau, Frau Katharina Lutherin von Bora, zu Wittenberg. Gnade und Friede im Herrn! Liebe Käthe, wir hoffen, diese Woche wieder heimzukommen, so Gott will. Gott hat große Gnade hier erzeigt“. Er ist bester Dinge. Er sorgt sich für das Wohl der Seinen und schreibt: „Ich schicke Dir Forellen, welche mir die Gräfin Albrecht geschenkt hat; die ist von Herzen froh über die Einigung“. Die Freude über die Vollendung des schwierigen Werkes der Mediation durchstrahlt den ganzen Brief. Er hat Vorfreude darauf, seine Frau nach der langen Trennung bald wieder zu sehen. Aber es sollte anders kommen.

Meine Schwägerin, Silvia Dörr, spielt auf dem Klavier das bekannte Weihnachtslied von Martin Luther „Vom Himmel hoch, da komm ich her“. Text und Melodie sind vom Reformator.

Wenn Corona will, steht (wieder überall) fast alles still, Update 338 vom 16.02.2021

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Ein paar Krapfen und das war es dann auch schon

Heute ist der Faschingsdienstag 2021. Geboren und aufgewachsen in einem tief protestantischen Gebiet, war für uns als Kinder dieser Tag fast ein Tag wie jeder andere. Halt! Es stimmt nicht ganz. Wir haben uns als Kinder vor allem als Cowboys und Indianer verkleidet. In der Regel haben die Cowboys gegen die Indianer beim Kampf immer gewonnen. Irgendwie fühlten wir uns dieser Gruppe näher als den „Rothäuten“. Hoffentlich bekomme ich jetzt keinen Shitstorm, wenn ich diesen Begriff verwende.

Ganz ehrlich! Ich habe mich in dieser Rolle als Cowboy schon vor über 50 Jahren nicht wirklich wohlgefühlt. Ich war auf der einen Seite nicht das abenteuerlustige Kind. Ich habe mich lieber ein wenig im Hintergrund gehalten und zugeschaut. Im Gegensatz zum Sport gehörte ich da nicht zu den Anführern. Auf der anderen Seite kannte ich als Kind natürlich auch die Winnetoufilme. Irgendwann wurde mir der erste Teil dieser Filmreihe als Quartett geschenkt. Noch heute sind mir diese Karten im Kopf, wenn ich wieder einmal Winnetou I schaue. Die Sympathien bei diesen Filmen sind bei mir eindeutig bei den Indianern und ihren „weißen“ Helfern wie Old Shatterhand oder Sam Hawkins. Das war für mich schon als Kind so. Aber das habe ich mit ungefähr neun Jahren nicht vor den anderen Spielkameraden thematisiert. Dafür war ich zu feige.

Anders war es bei einem bestimmten Brauch am Faschingsdienstag. Wir sind als Kinder durch das kleine Dorf gezogen und haben Faschingskrapfen erhalten. Dumm war nur, dass diese auch zu Hause gebacken wurden. Kein Kind hatte wirklich Freude daran, wenn er noch zusätzlich etwa 10 Krapfen erhalten hat. Ich erinnere mich, dass manche Familien ein 50-Pfennig-Stück gegeben haben. Das war uns tatsächlich lieber. Es wanderte in die Spardose, die damals ein wichtiges Utensil war. Denn immerhin gab es dafür so ungefähr 3 % Zinsen. Nach heutigen Maßstäben war das eine Traumzahl.

Das war es dann auch mit dem Faschingsdienstag. Wir sind nirgends zu irgendwelchen Veranstaltungen oder gar Kinderfaschingsnachmittagen hingegangen. Das alles vermisse ich bis heute nicht. Ich bin also eher der typische protestantische „Faschingsmuffel“. Außerdem gab es noch keine Faschingsferien. Am Aschermittwoch ging die Schule nach zwei Tagen Pause wieder an. Und da galt es dann, die Schulvorbereitungen am Abend vorher zu treffen. Und in diesem Jahr bekommen die Schüler/-innen ein klein wenig ein Feeling dafür, wie sich Faschingstage ohne Ferien anfühlen.

Das einzige Faschingsbild von mir, das ich in den Unterlagen gefunden habe.

Wenn Corona will, steht (wieder überall) fast alles still, Update 336 vom 14.02.2021

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

„Großer Gott, wir loben Dich“ für das „Bier auf Hawaii“

Viele Updates habe ich jetzt geschrieben vom Sterbeprozess von Simon vor sieben Jahren. Jedes Jahr Anfang Februar werde ich besonders mit diesen Erinnerungen konfrontiert. Aber jetzt soll es dafür erst einmal genug sein.

Stattdessen stelle ich heute ein Rätsel. Was passiert da? Sie laufen einen Berg hoch und hören Musik. Ein schon älterer Mann spielt auf einem Akkordeon „Es gibt kein Bier auf Hawaii, es gibt kein Bier“. Sie laufen weiter auf einer Rundstrecke und kommen nach knapp einer halben Stunde wieder dort an. Der Musiker spielt „Großer Gott, wir loben Dich“. Sie laufen die Rundstrecke noch einmal und hören das Lied: „In München steht ein Hofbräuhaus“ auf dem Instrument. Sie stutzen ein wenig und laufen diese Rundstrecke noch einmal. Es erklingt „Ja, wenn der alte Peter“. Sie laufen zum sechsten und letzten Mal die Rundstrecke und hören das Lied: „Nun danket alle Gott“. Sie zeigen die Hand zum Gruß und der Musiker sieht, dass es ihnen gefällt.

Die Auflösung des Rätsels: Sie befinden sich auf der Nordic-Walking-Strecke am Tiergarten in Nürnberg. Sie walken insgesamt sechs Mal die Runde und waren dann knapp drei Stunden unterwegs bei einem Halbmarathon. So ist es mir im vergangenen September ergangen. Ich habe davon im Update Nr. 182 geschrieben. Dieses heutige Update hat die Nr. 336. Im evangelischen Gesangbuch stehen unter den Nummern um 330 viele solche Loblieder über Gott. Das hat mich zu diesem Update heute angeregt. Ich schmunzle heute noch, wenn ich an diesen Tag denke mit diesen unterschiedlichen Musikstücken. Aber ich habe es gleichzeitig auch als Ermunterung für diesen Laufwettbewerb gesehen. Ich habe mich auch gefreut, dass dieser Mann „mitten im Leben gestanden“ ist und solche weltliche und geistliche Musik dargeboten hat. Vermutlich gehört wirklich beides zusammen.

Großer Gott, wir loben dich; Herr, wir preisen deine Stärke. Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit.

Herr, erbarm, erbarme dich. Lass uns deine Güte schauen; deine Treue zeige sich, wie wir fest auf dich vertrauen. Auf dich hoffen wir allein: lass uns nicht verloren sein“.

Und zur musikalischen Auferbauung spielt jetzt meine Schwägerin Silvia Dörr dieses bekannt  Lied Nr. 331 aus dem evangelischen Gesangbuch.