Wenn Corona will, steht (noch) manches still, Update 134 vom 27.07.2020

Tägliche Gedanken in einer schwierigen Zeit, heute von Ruth Loos

In die Arme genommen

Dieses Bild hat mich sehr berührt: 

Auf diesen Moment hat der Vater lange gewartet: Sein verloren geglaubter Sohn ist zurückgekommen. Als junger, lebenslustiger Mann war er in die Welt hinausgezogen. Mit dem Erbe, das der Vater, ihm vorzeitig ausbezahlt hatte. Alles Gute hatte er ihm gewünscht. Ein gelungenes Leben in Wohlstand und Glück. Doch sein Herz hat geblutet, als der Sohn jahrelang verschwunden war.

Die Schritte zurück zu seinem Elternhaus sind dem Sohn schwergefallen. Das Erbe hat er verprasst, ganz unten ist er angekommen, gescheitert. Seine letzte Hoffnung die er im Herzen trägt, dass sein Vater ihn aufnehmen möge, als Tagelöhner vielleicht! Wie wird der Vater reagieren?

Hier im Bild sehen wir, der Vater schließt seinen Sohn tief in die Arme. Der rote Umhang dominiert die Szene, in dem der Sohn fast verschwindet.  Die Farbe Rot ist die Farbe der Liebe. Der Sohn ist blass und erschöpft, gezeichnet von seinem Scheitern, von seiner Schuld. Der Vater dagegen ist voller Kraft und Farbe. Seine liebevolle Hinwendung steht im Zentrum. Beide haben die Augen geschlossen und die Zeit spielt keine Rolle. Es ist ein Moment der großen Gefühle. Was die beiden getrennt hat, ist überwunden. Die Schuld ist vergeben, Vater und Sohn sind versöhnt.

Ein Bild das ich mir „wie im Himmel“ vorstelle. So werden wir sicher bei Gott erwartet. So stell ich mir Himmel vor. In den Arm genommen werden, alles was drückt und belastet, alle Angst fällt ab. Es könnte auch Mutter und Tochter sein. Das ist Hoffnung, Heimkehren.

In der Geschichte des verloren Sohn, wird der Vater ein Fest für seinen Sohn feiern. Ein Fest nach langer Trauer. Es sollen alle essen, lachen und fröhlich sein.

Das Bild stammt von derKinderbuch-Illustratorin Marijke ten Cate, der Text nach einen Bericht des Bibelreport  2/2020 von Eva Mündlein 

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