Wenn Corona will, steht (noch mehr) still, Update 237 vom 07.11.2020

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Kennen Sie die Müllerstrahlen?

Gestern habe ich davon geschrieben, dass ich am Tag der Bekanntgabe des Nobelpreises für Physik in diesem Jahr vorher mit den Schüler/-innen der dritten und vierten Klasse in der Grundschule in Altensittenbach über dieses Thema gesprochen habe.

Meine Bemerkung nach dem ersten Träger dieses Nobelpreises hat noch eine Nachgeschichte. Die Kinder wollten natürlich den Namen wissen: Carl Röntgen. Ich habe der Klasse erklärt, dass dieser Mann in Würzburg diese Strahlen entdeckt hat. Er nannte sie X-Strahlen und 1901 erhielt er diese besondere Würdigung. „Diese Strahlen werden jetzt nach seinem Entdecker „Röntgenstrahlen“ genannt„. Bei dieser Erklärung von mir gab es einen kreativen Nachsatz eines Schülers. „Das ist ja witzig. Wenn das ein Herr Müller entdeckt hätte, dann wären die „Müllerstrahlen“ genannt worden“. Ich konnte ihm nicht widersprechen. Ich glaube aber, dass bei diesem „Allerweltsnamen“ die Strahlen vermutlich anders heißen würden.

Tatsächlich hat diese Entdeckung die gesamte medizinische Diagnostik revolutioniert und den Weg bereitet für die Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität. Morgen sind es genau 125 Jahre, dass dieser Wissenschaftler diese bahnbrechende Entdeckung am 22.12.1895 gelang ihm eine Aufnahme von der Hand seiner Frau, bei der Knochen und der Ehering klar zu erkennen sind. Schon im Januar 1896 stellte er seine Entdeckung öffentlich vor und am 23. Januar wurde bei einem Vortrag im vollbesetzten Hörsaal des Physikalischen Institutes in Würzburg vorgeschlagen, diese X-Strahlen“ in „Röntgen-Strahlen“ umzubenennen. Bis heute ist diese Technik im Einsatz und erweitert worden. Auch wenn mittlerweile bekannt ist, dass mit diesen Strahlen vorsichtig umgegangen werden muss, sind sie aus der medizinischen Diagnostik nicht wegzudenken.

Das würde ich mir auch für den Coronavirus wünschen. Eine Methode zu finden, dass der Nachweis schnell geht und vor allem, dass es bald Hilfen geben wird, dass der Körper diesen Virus schneller und leichter besiegen kann.

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