Wenn Corona will, steht (noch mehr) still, Update 261 vom 01.12.2020

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Es kommt auf das Vorzeichen an!

Es kommt immer auf das Vorzeichen an. Deshalb schaut genau hin“. Diese Weisheit aus der Mathematik lernen die Schüler/-innen spätestens ab der siebten Klasse. Denn irgendwann nimmt das Rechnen mit dem Minuszeichen Gestalt an.

Manchmal wirkt es komisch, wie Pädagogen dieses Rechnen im Minusbereich erklären. Bei mir war das so: „Stell Euch mal vor, es kommt ein Bus. Drinnen sitzen fünf Leute. Dann steigen sieben Leute aus, also fehlen zwei“. Klaro!! Ich weiß es nicht so genau. Ich hatte damit keine Probleme. Aber ich weiß von anderen, dass dieses Beispiel ihnen nicht geholfen hat. Manche versuchen es mit dem Beispiel von den Äpfeln. „Auf einen Teller liegen drei Äpfel. Wenn Du davon fünf isst, dann fehlen Dir zwei“. Naja!! Auch nicht ganz einfach ist das Beispiel, dass zwei Minuszeichen zum Plus werden. 13 – – 3 = 16. Ist das verständlich? – 3 – – 5 = 2!! Kein Wunder, dass manche in Mathematik Schwierigkeiten haben. Dann wird gezeichnet. Die Zahlenpfeile nach rechts und nach links gestaltet. Wird es dann wirklich einfacher? Wer hat nur das Minuszeichen erfunden? Wäre es ohne auch gegangen? Irgendwie verdirbt mir das Minuszeichen die gute Laune. Kein Wunder, dass auch Stimmungen und negative Kontobewegungen mit dem Minuszeichen gekennzeichnet werden.

Vor 30 Jahren gab es ein Büchlein von Reinhard Bonnke mit dem Titel „Vom Minus zum Plus“. Mit diesem Büchlein sollten Menschen erkennen, dass sie mit Jesus immer im guten Bereich sind, also im Plus. Der Untertitel hieß: „Die erstaunlich einfache Lösung für die Probleme der Menschheit“. Ist das aber wirklich der Fall!! Ich lebe mit Jesus und dann „geht alles wie von selbst“! Ich bin da eher skeptisch. Das Leben mit Jesus hilft mir, einzelne Situationen gut zu bewältigen. Seine Worte trösten mich und geben mir Hoffnung auf das ewige Leben. Aber es ist kein schnelles Allheilmittel für meine Probleme.

Immerhin: Die Testergebnisse bei den Coronaverdachtsfälle werden auch mit „positiv“ oder „negativ“ bezeichnet. Und da ist das Minuszeichen, also „negativ“ eine verheißungsvolle Nachricht. So ist es auch mir jetzt ergangen. Ich war seit Donnerstag, den 19.11.2020 in Quarantäne und muss noch bis zum 1.12.2020 geduldig diese Zeit abwarten. Aber das Minuszeichen ist für mich eine gute Nachricht. Es kommt eben auf das Vorzeichen an. Das hat schon Jesus im Zusammenhang seiner Wiederkunft gesagt. „Und als er auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger zu ihm und sprachen, als sie allein waren: Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?“ (Matthäus 24, 3). Es kommt eben auf das Vorzeichen an, nicht nur bei der Testung zu Corona. Und dieser Virus hat noch mehr mit Mathematik zu tun. Davon mehr in zwei Tagen.

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