Wenn Corona will, steht (wieder überall) fast alles still, Update 323 vom 01.02.2021

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Ein folgenreicher Anruf

Heute ist der 01.02.2021. Heute vor genau sieben Jahren, am 01.02.2014 lautet der Lehrtext der Herrnhuter Losungen: „Johannes schreibt: Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern u8nd sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen, und riefen mit großer Stimme: Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserem Gott, und dem Lamm!“ (Offenbarung 7, 9 – 10).

Es ist ein Samstag. Kurz nach Mitternacht gegen 1.00 Uhr klingelt bei uns das Telefon. Am anderen Ende ist eine Mitarbeiterin aus Bamberg. Sie erzählt uns, dass es Simon sehr schlecht gehe. Er hat Fieber und muss in die Klinik nach Bamberg gebracht werden. Sie melden sich demnächst wieder und sagen uns, wie es ihm konkret gehen würde. Meine Frau und ich sind aufgewühlt. Noch vor ein paar Stunden hatte ich zu einer ehemaligen Konfirmandin (siehe mein gestriges Update) gesagt, dass es ihm gut gehen würde. Nach einer weiteren knappen Stunde kommt ein weiterer Anruf mit leider schlechten Nachrichten. Simon muss in der Klinik bleiben und es geht ihm nicht gut.

Meine Frau und ich packen unsere „sieben Sachen“ und fahren nach Bamberg. Dort liegt Simon auf Intensiv. Er hat die Augen zu und eine Sauerstoffmaske auf. Wir bleiben bei ihm und beten. Es gibt Gespräche. Am Morgen entscheiden wir, dass meine Frau bei ihm bleiben wird und ich nach Hause fahre. Daheim erwarten mich die letzten Vorbereitungen für den sonntäglichen Gottesdienst. Danach wieder die Fahrt in die Klinik. Wieder Gespräche, Gebete, Hoffen und Bangen. Simon lässt die Augen zu. Wir können uns nur durch Berührung ihm unsere Gegenwart zeigen. Wie wird das alles weitergehen?

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