Wenn Corona will, steht (endlich ein bisschen) weniger still, Update 358 vom 08.03.2021

Tägliche Gedanken von Pfr. Gerhard Metzger in einer schwierigen Zeit

Sound of Joy

Heute ist der 08.03.2021. Genau heute vor einem Jahr, am 08.03.2020 ist der erste Mensch in Deutschland an der neuen Lungenkrankheit gestorben. Sie hat den Namen Covid-19 erhalten. Trotz der beklemmenden Entwicklung geht das Leben zunächst ohne größere Einschränkungen weiter. Noch Mitte Februar findet in Bayern die Faschingsprunksitzung in Veitshöchheim mit großer Prominenz aus Politik, Kirche und Gesellschaft statt. Alle haben sich in Schale geworfen und feiern ohne irgendwelchen Vorsichtsmaßnahmen.

Ich selbst bin an diesem Sonntag ein wenig in Gedanken. Die Krankheit ist offensichtlich, aber sie ist trotz des ersten Toten weit weg. Außerdem habe ich ganz andere Gedanken im Kopf. Wir hatten für das ganze Jahr Feierlichkeiten zu unserem 50-jährigen Jubiläum des Pfarramtes Altensittenbach mit Oberkrumbach geplant. Und an diesem Sonntag Reminiscere, dem zweiten Sonntag in der Passionszeit hatten wir einen besonderen Höhepunkt: der Gospelchor aus Hersbruck war da und gestaltete einen besonderen musikalischen Gottesdienst. Ich habe die Lieder, die Atmosphäre und die Gespräche heute noch im Kopf und im Ohr. Nach dem Gottesdienst hatten wir zum Kirchenkaffee eingeladen und wir waren alle fröhlich gestimmt.

Im Nachhinein bin ich froh, dass wir den Auftritt von „Sound o Joy“ so früh geplant hatten. Alle weiteren Veranstaltungen mussten wir absagen. Schon eine Woche später fand der letzte Gottesdienst für viele Wochen statt. Was bleibt: Schöne Erinnerungen und auch das Wort Gottes in Form des Wochenspruches: „Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“ (Römer 5, 8).

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