In den vergangenen Tagen haben sich einige Freiwillige aus Oberkrumbach gefunden, die die Hecke auf dem Weg zu unserer St. Margaretenkirche gestutzt haben.

Wir bedanken uns recht herzlich bei den Helfern!
In den vergangenen Tagen haben sich einige Freiwillige aus Oberkrumbach gefunden, die die Hecke auf dem Weg zu unserer St. Margaretenkirche gestutzt haben.

Wir bedanken uns recht herzlich bei den Helfern!
In diesem Jahr feierten wir den jährlichen Brückengottesdienst in der Margaretenkirche. Der Posaunenchor Altensittenbach und das Singteam aus Oberkrumbach gestalteten die Feier musikalisch aus.

In seiner Predigt zu Jakobus 2 überraschte Pfarrer Gerhard Metzger mit der Aussage, dass schon vor 2000 Jahren in der ersten Christenheit die Frage nach dem Sitzplatz ein besonderes Problem war. Es zeigte sich dadurch, wie Christen ihre Beziehung untereinander lebten. Wer sitzt wo und warum – das ist offenbar ein geistliches Problem, das bin in die Gegenwart reicht. Der Apostel schreibt dazu: „Meine Brüder und Schwestern, haltet den Glauben an Jesus Christus, unseren Herrn der Herrlichkeit, frei von allem Ansehen der Person. Wenn ein reicher Mann in eure Versammlung kommt und ein Armer in unsauberer Kleidung und ihr steht auf den, der herrlich gekleidet ist, und sprecht zu ihm: „Setz du dich hierher auf den guten Platz“ und sprecht zu dem Armen. „Stell du dich dorthin“ oder „Setzt dich unten zu meinen Füßen“, macht ihr dann nicht Unterschiede unter euch und urteilt mit bösen Gedanken? Zum ersten Mal wurde in Oberkrumbach bei dieser Gelegenheit Kirchenkaffee angeboten, was sehr gut angenommen wurde.

Nachfahren von Johann Konrad Rösel aus Brasilien waren wieder einmal weit gereist, um den Heimatort und die Landschaft ihres berühmten Vorfahren zu erkunden. Dieser war 1898 als vierter bayrischer Pfarrer von Neuendettelsau nach Brasilien ausgesandt worden, um die ausgewanderten fränkischen Lutheraner dort zu betreuen. 100 Jahre später wurde 1998 diesem Jubiläum in Oberkrumbach aufgrund einer Initiative des damaligen Bürgermeisters, Peter Stief, gedacht. 2018 kamen nun die Enkelin des Pfarrers, Elfriede Tonn und seiner Urenkelin Aurea Tonn, nach Oberkrumbach. Sie waren sehr berührt, das Geburtshaus ihres Vorfahren in unserem kleinen Dorf zu sehen und mit Menschen aus der Gemeinde zusammenzukommen. Eine ganze Woche hatten Marlene und Hans Loos aus Großmeinfeld liebevoll organisiert, um den Gästen die Fränkische und Hersbrucker Schweiz zu zeigen. Im Gottesdienst in der Margaretenkirche erzählte eine sichtlich bewegte Aurea Tonn von der Freude, im Heimatort von Johann Konrad Rösel zu sein. Am Ende trafen sich Verwandte von Johann Konrad Rösel im Feuerwehrhaus in Großmeinfeld zu einem Begegnungsnachmittag bei Kaffee, Kuchen und leckerem Abendessen.

Voller Bilder und Erinnerungen traten die beiden Brasilianerinnen ihren Heimatweg an. Leider ist der Weg nach Brasilien doch sehr weit und Begegnungen im kürzeren Abstand sind kaum möglich.

Zu Beginn des Kirchenjahres feierte der Posaunenchor Oberkrumbach am 1. Advent 2017 sein 40-jähriges Bestehen mit einem feierlichen Gottesdienst. Der von dem Chor und dem Singteam gestaltete Gottesdienst spannte einen Bogen durch die 40 Jahre intensive Chortätigkeit. Das wurde durch die predigt von Dekan Dr. Werner Thiessen und von Pfarrer Gerhard Metzger unterstrichen. 1977 hatte das ganze Dorf nach einer Initiative des damaligen Ortspfarrers Theo Knodt zusammengeholfen, damit dieser Chor entstehen konnte. Durch eine Sammlung von Tür zu Tür konnten die ersten Instrumente gekauft werden. Seither untermalt der Chor neben den Gottesdiensten auch Kirchweihen, kirchliche Feste oder andere Festivitäten und ist so seit langem zu einer festen Größe in der Dorfgemeinschaft geworden. In den Reden von Landrat Armin Kroder, Bürgermeister Klaus Albrecht, Bezirksobmann Pfarrer Georg Pillhofer kam deutlich heraus, wie wichtig das gemeinsame Musizieren in einem Chor ist, spielt man doch zur Ehre Gottes. Von 220 Einwohner sind 22 Aktive im Posaunenchor, also 10 % der gesamten Bevölkerung. Das ist eine Leistung, die Achtung verdient und die mehrfach in den Reden aufgegriffen wurde.

Hervorgehoben wurde auch, dass der Chor sechs Gründungsmitglieder ehren konnte: Günther Gößwein (er ist auch Obmann des Chores), Peter Stief, Werner Meier, Norbert Woitschig, Gerhard Rießner und Gerhard Rösel. Auch die über 10jährige Tätigkeit des Chorleiters, Rainer Hartmann wurde mit einer Urkunde gewürdigt. Was macht ein Chor ohne Jugend? So kann er stolz sein, eine gute Mischung zu haben. Dafür steht beispielhaft Sybille Meier, die für 10 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde.

Beim anschließenden Umtrunk im Konrad-Rösel-Haus kam es zum Austausch mancher Geschichten und Erlebnissen in 40 Jahren. Es war eine Feier, die in Erinnerung bleiben wird.
Es war für mich als Pfarrer von Oberkrumbach eine Überraschung. Im Kirchenvorstand wurde ein altes Bild der Margaretenkirche präsentiert. Es zeigte die Kirche mit einem Lutherbild von Lucas Cranach. Spontan waren sich alle Mitglieder einig: Wir hängen aus Anlass von 500 Jahre Reformation wieder ein ähnliches Bild in die Kirche. Wir haben uns die Beratung von der bekannten Hersbrucker Künstlerin Ute Plank-Scharrer gesichert. Kompetent und engagiert kümmerte sie sich darum, dass ein Lutherbild als Ölgemälde rechtzeitig fertig wurde. Im Festgottesdienst am Reformationsfest war es dann soweit. Während der Predigt über das Bildnis „Martin Luther als Prediger“, das Cranach ein Jahr nach Luthers Tod 1547 gemalt hatte und das die Kernbotschaft von „Christus im Zentrum“ in bildnerischer Form darstellt, wurde das Bild feierlich enthüllt.

Finanziert wurde das Bild vom Kirchgeld und aus Mitteln der Anja und Klaus herbst-Stiftung. Wir danken dem Posaunenchor und dem Singteam für das Mitwirken im Gottesdienst.

Am 3. Advent, 15.12.2019 um 9.30 Uhr findet erstmals ein Familiengottesdienst in Oberkrumbach statt. Hierzu sind alle Kinder, Mamas und Papas, Omas und Opas, Tanten und Onkels…einfach alle, ob Jung oder Alt, ganz herzlich eingeladen. Wer weiß, warum in der Weihnachtszeit überall Kerzen brennen? Und warum der Weihnachtsbaum Nadeln und keine Blätter hat? Oder was eine kette mit Weihnachten zu tun hat? Wir finden die Antwort heraus. Neugierig geworden?

Dann komm vorbei und bring gleich noch jemanden mit. Wir brauchen ganz viele Hände zum Klatschen, Schmücken und Beten. Wir freuen uns auf eine ganz tollen Gottesdienst mit euch…lasst euch überraschen. Regina Rösel